Freitag, 15. April 2016

Urlaub mit Teens: Paris im Sommer ...wie alles begann...

Mittlerweile sind unsere beiden Kinder keine Kinder mehr sondern Teenager, die andere Ansprüche an unsere Familienurlaube stellen als bei unseren vorherigen Reisen in den USA oder nach London.
Letztes Jahr ging es nach Paris. Mitten im Hochsommer, wo aus meiner Sicht normalerweise kein „vernünftiger“ Tourist diese Stadt besuchen würde.

Photo by @my_aussieye


Bei uns hatte das aber einen besonderen Grund, denn meine Seelenschwester und ihr Mann aus Australien haben in dieser Zeit eine Fahrradrundreise durch Frankreich gemacht und ihre letzte Station war eine Woche Paris im August. Wir wollten die beiden unbedingt treffen, weil wir uns seit 11 Jahren nicht mehr persönlich gesehen haben.


…der Transfer…



Schnell stand fest, dass wir nach Paris fliegen, da wir nicht viel Zeit auf der Hin- und Rückreise verlieren wollten. Außerdem braucht man in Paris nicht wirklich ein Auto und wenn man nicht mit den Fahr- und Parkgewohnheiten der Franzosen vertraut ist, sollte man sein „geliebtes“ Auto lieber zu Hause lassen, denn eine Autofahrt in Paris ohne Kratzer und Beulen zu überstehen, ist relativ unwahrscheinlich. Außerdem ist das Parken innerhalb der Stadt über einen längeren Zeitraum sehr teuer.

Flugreisen von deutschen Flughäfen nach Paris gibt es viele und, wenn man früh genug anfängt zu suchen, auch sehr günstig. In der Regel suche ich bereits 11 Monate  vor unserer Reise (dann sind die Flüge frei gegeben) in den bekannten Suchmaschinen nach Flügen, aber auch später hat man noch gute Chancen auf günstige Flüge. Dabei macht es Sinn parallel zu den Anbieter auch direkt bei den Fluggesellschaften zu schauen und zu vergleichen. Ich habe z. B. den Flug über einen bekannten Anbieter (opodo.de) gebucht, aber erst später meine Gepäckstücke  direkt über Air France hinzu gebucht, weil das günstiger war. Wir sind also ab Bremen, das ist der nächste Flughafen für uns, nach Paris, Charles des Gaulles, mit Air France geflogen. Schnell, unkompliziert und absolut empfehlenswert, da noch ein etwas anderer Service als bei den sogenannten Billigfliegern herrscht.

Da wir die letzte Zeit mit den Kids immer Langstreckenflüge hatten, war es trotz der kurzen Flugdauer eine ganz schöne Umstellung für uns. …weniger Beinfreiheit und was unsere Tochter im ersten Moment erstaunte: keine Monitore in den Kopfstützen…. Man ist mal gerade nur eine Stunde in der Luft und  das Ein- und Auschecken, vor allem das Warten aufs Gepäck, dauert länger als der eigentliche Flug….was uns jedes Mal erstaunt, wie schnell die Passagiere nach der Landung aus dem Flugzeug wollen…wir haben dieses mal ganz hinten im Flugzeug gesessen und haben uns Zeit gelassen, bis alle Passagiere ausgestiegen sind, bevor wir uns auf dem Weg aus dem Flugzeug gemacht haben…mit uns war nur noch ein französisches Ehepaar mit ihrem erwachsenen Sohn an Bord, die wohl genauso gedacht haben…und der Witz war dann noch, dass wir uns mit 7 Personen nicht mehr in den vollen Bus für den Transfer zwängen mussten, sondern einen ganz eigenen bekommen haben…



Vom Flughafen zur Ferienunterkunft sind wir mit der RER und Metro gefahren. Trotzdem der Flughafen an sich sehr groß ist, haben wir uns schnell zurecht gefunden und die Busstationen der Shuttlebusse zu den Bahnhöfen sowie entsprechenden Gleise und Zielstationen erreicht. Hilfreich sind dafür auch mittlerweile die entsprechenden Apps für die Metro in Paris, die schnell und unkompliziert anzeigt, wo man mit welcher Metro fahren muss, um sein Ziel zu erreichen (http://www.ratp.fr/de/ratp/r_90747/paris-mit-der-metro-besichtigen/ )…und da wir ja mit großen Kindern gereist sind und auch für eine Woche nicht so viel Gepäck mit hatten, war es auch nicht ganz so schlimm, wenn es mal etwas voller in der Metro wurde…



…die Unterkunft…



Bei der Unterkunft musste ich etwas länger suchen, weil wir möglichst nah zur Ferienwohnung unserer Australier etwas buchen wollte, damit man noch mal schnell abends auf einen Wein zusammenkommen konnte. Letztendlich habe ich eine modern eingerichtete Wohnung in einem alten Pariser Haus zentral gelegen über Airbnb (https://www.airbnb.de/rooms/1406446)  gefunden, die nur 10 Minuten zu Fuß von der Wohnung unserer Freunde entfernt war.
Hätten wir einen etwas längeren Aufenthalt in Paris gehabt oder das Wetter wäre schlechter gewesen, dass wir uns evtl. länger in der Wohnung aufgehalten hätten, wäre die Wohnung definitiv zu klein für uns gewesen. Da wir aber nur zum Duschen, Schlafen und Frühstücken dort waren, war sie vollkommen ausreichend und vor allem sehr zentral gelegen. …und das Wichtigste für unsere Teens: sie hatte Wlan.
Wer nicht unbedingt in einem Pariser Haus mit alten Treppen und Nachbarwohnungen wohnen möchte, die noch alt und nicht renoviert sind…die Etagen unter uns hatten noch die Toiletten auf dem Flur… und etwas ängstlich ist mit der Begegnung von fremden Menschen im Treppenhaus ist, die nicht den Wohnstandard genießen konnten, den wir in unsere Wohnung hatten, sollte hier nicht seine Urlaubszeit verbringen…wir haben aber nur freundliche Begegnungen erlebt und die Wohnung an sich war modern, sauber und sehr sicher. …das ist eben der Charme einer Großstadt…wir mögen es so und hatten bisher dadurch auch sehr interessante Kontakte…



…Sightseeing…

Photo by @my_aussieye

Ich gestehe, dass ich mich damit vor unserer Reise kaum beschäftigt habe. Paris stand bisher nie auf meiner Liste, was ich unbedingt mal sehen möchte. Ich habe daher unsere Reiseführer meinen beiden Teenagern in die Hand gedrückt und sie darum gebeten einen Reiseplan auszuarbeiten.
Für unseren Großen habe ich mehrere Reiseführer aus der Bücherei ausgeliehen, weil wir uns nicht entscheiden konnten, welcher denn nun am idealsten für uns ist. Parallel dazu haben wir online viel bei Lonely planet geschaut.
Mimi M. hat ihren eigenen Reiseführer von LonleyPlanet, den ich mit Kindern nur empfehlen kann. Ich habe vor Jahren auf dem Blog von Nic, Luzia Pimpinella, von diesen Reiseführern gelesen und seit dem stehen hier bereits mehrere in unserem Bücherregal.
Die Tipps in diesem Buch sind, auch wenn vorne drauf steht „Für Eltern verboten“, für Erwachsene ebenso interessant und hilfreich.


….was wir so alles in Paris angeschaut und erlebt haben, kann ich in Teil 2 „Urlaub mit Teens: Paris im Sommer“ berichten...habt ihr Interesse?…



1 Kommentar

  1. Ein sehr schöner Bericht. Vor ein paar Jahren waren wir mit unseren 4 Kindern auch in Paris, das war eine richtige Herausforderung, vor allem weil der Altersunterschied recht groß ist. Ich möchte auch sehr gerne nocheinmal nach Paris. Zur Zeit fahren wir nur 3x pro Jahr aussen dran vorbei :-)

    Lg, Heike

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