Donnerstag, 27. Februar 2014

...jetzt wird gekuschelt...Rums #9/14

...so lange wollte ich mir schon eine Decke selber machen...

...ich liebe es doch, abends gemütlich auf meinem Sessel eingekuschelt zu sitzen...

...bisher mussten aber immer Kaufdecken herhalten...
...doch jetzt habe ich endlich eine für mich genäht...

 
...aus Lieblingstöffchen...


...mit Lieblingsstickerei, die mich daran erinnert, warum ich mich in die Decke kuschel...


...sind die Farben nicht schön? Ich bin total verliebt...
...und nutze nun jeden Sonnenstrahl draußen eingekuschelt im Garten aus...

Baumwollstoffe: Alles für Selbermacher und Stoffmarkt 
Fleece: Decke vom Schweden
Schnitt: selbst gemacht


...ein absolutes Herzensprojekt, da ich in letzter Zeit immer eure wunderschönen Decken bewundert habe und mich deswegen endlich getraut habe, für mich eine Decke zu nähen...

...leider kann ich mich erst heute abend wieder in die Decke kuscheln, weil mal wieder langer Donnerstag ist...
...dann werde ich es mir aber richtig gemütlich machen, chillen und mir eure kreativen Rumsideen anschauen...

...ich wünsche euch einen schönen Tag...




P.S. ...und beim nächsten Mal versuche ich mich mal an ein Binding ;-)...

Dienstag, 25. Februar 2014

...wenn man eine Reise macht...

...braucht man dringend neue Reisepasshüllen...





...letztes Jahr im Sommer haben wir unsere Flüge für die Osterferien dieses Jahr gebucht...

...und ich dachte noch: "WOW, da habe ich ja noch megaviel Zeit, um mir Sachen für die Reise zu nähen!"

...ja, das dachte ich mindestens die letzten 6 Monate und nun bleibt nur noch ein Monat bis unser Flieger startet...

...obwohl, ob dieser pünktlich startet... daran habe ich vorletztes Wochenende noch stark gezweifelt, denn die Airline hat unseren Flug einfach um einen Tag verschoben, aber unseren Anschlussflug auf den vorherigien Tag gelassen...mhhh...vielleicht bieten die ja neuerdings auch Zeitreisen an und wir sind die ersten Testpersonen!!!!...

...Spaß beiseite: seit gestern scheint es so, dass wir doch noch einen Ersatzflug am urspünglichen Abflugtermin bekommen und wir unsere Reise, wie geplant antreten können (eine Buchungsbestätigung haben wir aber leider noch nicht)...

...ach, ihr wollte jetzt noch wissen wo es hingeht?...

...wir fliegen Anfang April nach South Carolina an die Ostküste der USA und von dort geht es eine Woche nach Florida...insgesamt sind wir 2 1/2 Wochen in den USA und haben einige Sehenswürdigkeiten eingeplant...

...aber bevor es nun losgeht, brauche ich noch dringend eine neue Tasche für Kamera und Reiseunterlagen, eine Kosmetiktasche, ein Kameragurt, eine Strandtasche, neue Outfits für mich und Mimi Mausmeier und und und.... 

...was habe ich bisher geschafft: zwei Reisepasshüllen für die Kids (vorne mit ihren Namen drauf)...

...die von meinem Göttergatten und mir fehlen noch...


...genäht habe ich sie nach dieser Anleitung...

...auch wenn es noch viel zu wenig Kreatives für unsere Reise ist, so kann ich mal nach längerer Zeit wieder beim Creadienstag und link your stuff mitmachen und tauche ganz schnell wieder unter, damit ich wenigstens noch einwenig von meiner langen Liste schaffe ;-)...

...da die Kids heute nachmittag beide Unterricht haben, sind die Chancen gut, dass ich doch noch etwas fertig bekomme...

...ich wünsche euch einen schönen kreativen Dienstag...


Donnerstag, 20. Februar 2014

...bitte lächeln... Rums #8/2014

...als ich diese Stickdatei gesehen habe, war es sofort um mich geschehen...

...ich mag Sprüche und musste sie unbedingt haben...

...und nachdem sie da war, hat es dann doch ein wenig mit der Umsetzung gedauert, weil so viele andere Dinge dazwischen gekommen sind...

...außerdem hatte ich arge Entscheidungsnot...

...bei 27 Varianten...
...welche nimmt man da zuerst?...

...ich habe mich dann für diese entschieden und sie erst einmal ganz einfach in einen Rahmen gespannt...



...der Spruch wurde nun in unsere Schaltzentrale, der Küche, aufgehangen, damit wir immer daran erinnert werden, zu lächeln...da ich meistens diejenige bin, die mit einem sehr ernsten Gesicht rumläuft, ist dieses Stickbild eine Motivationskarte für mich und damit doch auch rumsfähig, oder Muddi?...

...obwohl ich diese Motivation letzte Woche nicht nötig gehabt hätte, nachdem ihr mir nach meinen beiden letzten Posts so wunderschöne Kommentare geschrieben habt, dass ist richtig ans Herz gegangen und hat mir gut getan...Danke!...ich drücke euch alle mal virtuell, dass ihr immer so lieb an mich denkt...

...so...und jetzt denkt dran:

  
...einen schönen Donnerstag wünscht euch...


Donnerstag, 13. Februar 2014

Schatz, ich habe nichts anzuziehen…. Rums #7/14



…kennt ihr das auch?...

…eine Feier naht und irgendwie findet sich nicht das passende Outfit in dem gut gefüllten Kleiderschrank…
…so ist es mir letzte Woche ergangen…
…eingeladen waren wir zu einer legeren Party mit Tanz zum 50. Geburtstag meines Schwagers…
…und da sie ja leger war, passte natürlich nicht mein Balloon.DRESS
 …definitiv zu fein…
…und alles andere gefiel mir einfach nicht…
…so musste ich meinem Göttergatten erst einmal erzählen:

„Schatz, ich habe nichts anzuziehen!“

…aber so was bringt den Göttergatten absolut nicht mehr aus der Ruhe, weil das für ihn nicht bedeutet, dass er nun stundenlang zum Shoppen durch die Stadt laufen muss...

...sondern, dass ich bis tief in die Nacht die Nadeln glühen lasse…
…natürlich kam ich auf den genialen Einfall für ein neues Outfit einen Tag vor der Feier…ausgerechnet Donnerstag, wo ich lange arbeiten muss…also schnell die Mittagspause ausnutzen und den Schnitt abzeichnen und dann nach Feierabend Stoffe raussuchen, zuschneiden und nähen…

…um 1.17 Uhr war ich fertig und weil mein Göttergatte natürlich bereits tief schlummerte, konnte ich keinen abschließenden Check vorm Spiegel im Schlafzimmer durchführen…das musste nach einer kurzen Nacht am nächsten Morgen nachgeholt werden…

…TADAA!!!…
…mein Partyoutfit…

 Schnitt: Caya, Ottobre 5/2013
Stoffe: Streifenjersey vom Händler vor Ort
schwarzer Jersey von Hilco (Stoff & Liebe)
Fischejersey Holländischer Stoffmarkt
Jersey türkis: Lillestoff
Pailletenstern: Alles für Selbermacher


…mittlerweile hat es seinen Auftritt gut überstanden und war genau richtig für die Feier… ...super bequem zum Tanzen und am Buffet *zwinker*…

…den Schnitt habe ich das erste Mal bei jakobabs bewundert... 
…bei den Stoffen bin ich ganz ökonomisch vorgegangen…
...alles Reststoffe von meinen letzten Nähprojekten…

…und damit war auch mein nächstes Rumsprojekt fertig...

…mal schauen, vielleicht trage ich es morgen beim Valentinstag...




 ...oder es heißt wieder: „Schatz, ich habe nichts anzuziehen!“…

...ich wünsche euch einen schönen Rumstag und morgen eine wundervollen Valentinstag…





Sonntag, 9. Februar 2014

Freundschaft {Short Stories #2}



Eigentlich hatte ich schon gedanklich genau meine short story zum Thema

http://www.waseigenes.com/2014/02/01/freundschaft-short-stories-2/


fertig geschrieben….

…aber dann kam MUDDIs Beitrag und damit war für mich alles gesagt…

 …eigentlich…

…denn eigentlich muss ich beim Thema „Freundschaft“  immer als erstes an meine Freundin Gail denken, weil uns eine ganz besondere Freundschaft verbindet, aber ich fange von vorne an:

Mehr als 30 Jahre ist es her, dass wir uns durch einen Zufall kennengelernt haben. 
Ich habe mich schon immer für ferne Länder interessiert und vor allem Australien hatte mich bereits als Kind und Jugendliche in den Bann gezogen. 
Als ich durch Zufall eine Anzeige in eine für meine Zeit typische Jugendzeitschrift gelesen habe, in dem ein Junge namens Ken D. aus Brisbane, Queensland, Australien eine Brieffreundschaft in Deutschland suchte, schrieb ich sofort einen Luftpostbrief an die Adresse. 
Ich weiß nicht mehr wie lange ich auf Antwort gewartet habe, aber eines Tages lag ein Brief von Gail C.aus dem fernen Brisbane in meinem Postkasten und ich war ganz aufgeregt, dass ich überhaupt eine Antwort erhalten hatte. Dem australischen Jungen Ken D. hatten so viele deutsche Schüler geschrieben, das er einfach kurzerhand die Briefe in der Schule in den Deutschkursen verteilt hatte und so ist Gail an meinen Brief gekommen und hatte geantwortet.

Anfangs haben wir typische Mädchenthemen ausgetauscht. Es wurde über die Familie, den Geschwistern und Familienfeiern geschrieben. Über die erste Liebe, Hobbies und Schule und Studium haben wir erzählt. …und das viele Jahre ohne www… man wartete immer sehnsüchtig auf den nächsten Brief…das waren ganz andere Dimensionen wie wir sie heute haben…

Im Januar 1989, vor 25 Jahren, besuchte mich Gail nach einem Aufenthalt in Japan in Deutschland, um vier Wochen zu bleiben. Ich weiß noch genau, wie meine Eltern und ich sie vom Hamburger Flughafen abgeholt haben. Ich war so aufgeregt und bemerkte trotzdem sofort die Stille und Traurigkeit, die Gail mitbrachte. Ganz vorsichtig sind wir uns anfangs näher gekommen, es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn eine Brieffreundin, mit der man sich bereits 8 Jahre geschrieben hat, plötzlich richtig vor einem steht. Auf beiden Seiten war aber gleich ein Gefühl der Vertrautheit vorhanden, als wenn wir nur kurz getrennt gewesen wären. Zu Hause wurden die Heizungen erst einmal höher gedreht und warme Pullover rausgesucht, um die winterlichen Temperaturen für Gail angenehmer zu machen. …und nachdem sie „aufgetaut“ war, erklärte sie auch, dass sie nur so traurig in Hamburg gelandet ist, da sie eine anstrengende Zeit in Japan hatte und sich dort von ihrem damaligen Freund und  jetzigen Ehemann trennen musste, was ihr unglaublich schwer fiel. Wer kann das nicht besser verstehen als eine gute Freundin! Wir hatten eine unglaublich schöne Zeit und der Tag des Abschieds war so schwer, denn durch das persönliche Kennenlernen ist unsere Freundschaft noch viel tiefer geworden.

...sogar die regionale Zeitung hatte damals berichtet...

1992 nach meiner Ausbildung und Studium bin ich dann nach Australien geflogen. Ich fühlte mich gleich zu Hause. Gails Familie und Freunde machte es mir sehr leicht, mich sofort heimisch zu fühlen. …und wir beide stellten fest, dass unsere Mütter sich unglaublich ähnlich waren, sie hätten Schwestern sein können. Vielleicht ist auch das Geheimnis, warum unsere Freundschaft über eine so weite Entfernung noch immer so tief ist. Hätte ich damals meinen Göttergatten noch nicht gekannt, ich glaube, ich wäre dort geblieben.


Mit der Zeit heirateten wir beide unsere Liebe des Lebens, wir bauten Häuser und bei mir zogen zwei wunderbare Kinder ein, von denen Gail und ihr Mann Paten sind. Durch die geniale Erfindung des WorldWideWeb wurden schneller Nachrichten und Fotos ausgetauscht und das Gefühl der riesengroßen räumlichen Entfernung wurde kleiner. Gail ist der Grund, warum ich blogge, bei fb und instragram zu finden bin. 

Der letzte persönliche Besuch von ihr war vor gut 10 Jahren. Da ist sie mit ihrem Mann zu uns gekommen und hat nun auch endlich persönlich ihre Patenkinder in den Arm nehmen können. 



Die gemeinsame Zeiten, die wir miteinander erlebt haben, möchte ich nicht missen, obwohl es mir jedes Mal unglaublich schwer fällt, davon zu erzählen oder zu schreiben. Jedes Mal, wenn der Tag des Abschied bevorstand, mussten wir uns ganz schnell trennen, da der Schmerz unbeschreiblich war. Auch jetzt, wenn ich darüber schreibe, kann ich meine Tränen nicht zurückhalten und es tut einfach weh, dass ich nicht einmal schnell zum Kaffee bei ihr reinschauen kann.

Obwohl wir in zwei unterschiedliche Kulturen und Sprachen aufgewachsen sind und so eine wahnsinnig große Entfernung zwischen uns liegt, ist unsere Freundschaft für mich eine der längsten, tiefsten und innigsten Freundschaften, die ich habe. Warum das ist? Ich weiß es nicht! Wenn mich jemand danach fragt, sage ich immer, dass wir in unseren früheren Leben bestimmt mal Schwestern waren. …und Seelenschwestern sind wir immer noch….