Sonntag, 4. Dezember 2011

Wo ist der Zauber der Weihnacht? oder Gibt es den Weihnachtsmann?



Gerade dieses Jahr fragte ich mich dies schon häufig. Aber zur Geschichte: Unsere Mimi Mausmeier, gerade im September 8 Jahre alt geworden, geht in die 3. Klasse und ihr könnt euch nun sicherlich denken, worauf hinaus möchte.

Seit ca. 3 Wochen bettelt sie um ein Foto unseres Weihnachtsmannes, der uns regelmäßig besucht hat, aber nun leider nicht mehr kommen kann, wie ich hier berichtet habe. Ihre Mitschüler haben erzählt, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt und sie wollte nun durch dieses Foto beweisen, dass es ihn doch gibt. Unsere Mimi Mausmeier ist ein verträumtes feenhaftes (und das meine ich nicht körperlich!) Wesen, welches mit beiden Beinen fest im Leben steht, aber sich einfach ein wenig der zauberhaften Dinge bewahren möchte, die man nicht einfach mit Worten und Tatsachen erklären kann. Es gibt so viele Dinge in unserem Leben, die wir nicht erklären können. Warum müssen in Afrika so viele Menschen hungern, warum geschieht so ein schreckliches Erdbeben in Japan, warum verlassen uns Menschen für immer…? Ja und warum soll es den Weihnachtsmann nicht geben? Meine Antwort auf die Frage von Mimi Mausmeier, ob es den Weihnachtsmann wirklich gibt, ist dann so ausgefallen: „Mäusespatz, es gibt Menschen, die nicht an den Weihnachtsmann glauben und es gibt eben auch diejenigen, die an ihm glauben, obwohl sie ihn noch nie persönlich gesehen haben – das ist so wie mit Gott. Jeder soll für sich selber entscheiden, ob er glauben möchte oder nicht.“



Nicht, dass ihr nun denkt, ich versperre meinen Blick vor der Realität des Lebens! Ganz im Gegenteil: Ich bin ein großer Skeptiker und Zweifler! Dennoch bin ich der Meinung, dass es Dinge im Leben gibt, die man nicht erklären kann und will. Manche nennen es auch Schicksal! Ich bin der Meinung, dass manchmal noch viel mehr dahinter steckt.



Nur ein Beispiel:

Vor sehr vielen Jahren, als es unsere wunderbaren Kinder noch nicht gab, waren meine Göttergatte und ich nach Weihnachten auf dem Weg ins Erzgebirge zu ganz lieben Freunden, um mit diesen Silvester zu feiern. Eine ganz lange Strecke sind wir sozusagen mit immer denselben Autos in Kolonne gefahren. Nach einiger Zeit bat ich meinen Göttergatten, doch einfach mal von der Autobahn runter zu fahren, da ich das Bedürfnis hatte, mal frische Luft zu schnappen und einen Kaffee zu trinken. Wir haben in Ruhe eine ausgiebige Pause gemacht und sind danach frisch weitergefahren. Inzwischen hatte das Wetter umgeschlagen und es wurde zeitweise sehr glatt auf der Straße. Ca. 50 km weiter mussten wir auf der Autobahn an einem fürchterlichen Massenunfall wegen plötzlich auftretendem Glatteis vorbeifahren, mein Herz klopft mir immer bis zum Hals, wenn wir so etwas unterwegs erleben und ich schon von weitem Blaulichter entdecke. Es war einfach schrecklich. Mehrere Autos waren ineinander gefahren, Gepäckstücke, Decken, Kleidung uvm. lag auf der Straße. Ob es Verletzte oder sogar Tote gab, wissen wir bis heute nicht (ich hoffe es nicht!). Als wir durch die Polizei an der Unfallstelle vorbei gewunken worden sind, mussten wir feststellen, dass viele Autos an dem Unfall beteiligt waren, mit denen wir vor unserer Pause in Kolonne gefahren sind.



Für mich war dies ein Wendepunkt in meinem Leben, ich kann nicht alles mit Tatsachen erklären, sondern es gibt Dinge, die sind einfach so und brauchen keinen Grund oder Beweis!

Ich bin dankbar für die vielen schönen Begebenheiten, die ich bisher erleben durfte – und auch für schicksalhafte Begebenheiten, die mich stark gemacht haben. Gerade deswegen finde ich es wichtig, auch einmal an den Zauber zu glauben, um dem Alltag und den täglichen Pflichten zu entfliehen.

Man könnte noch soviel zu diesem Zauber schreiben….

Warum lebe ich hier? Warum habe ich ausgerechnet meinen Göttergatten kennengelernt? Warum wurden uns zwei wunderbare Kinder geschenkt? Warum…?



Ja – warum soll man in dieser Zeit nicht an den Weihnachtsmann glauben?



In solchen Momenten muss ich immer an die Geschichte von Virginia O´Hanlon denken, die als 8jährige im September 1897 an die New York Sun geschrieben hat: „Gibt es den Weihnachtsmann?“

Die Antwort könnt ihr hier lesen.



Wir haben heute morgen zum 2.Advent diese Geschichte gelesen. …und auch wenn sie schon sehr alt ist, hat sie meiner Meinung nach nichts an Aktualität verloren.



Einen schönen 2. Advent wünscht






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